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1010er

1010er

Ereignisse


- 1012: erstmalige Erwähnung der Synagoge in Köln
- 1012: erste Ketzergruppen entstehen, zunächst in Mainz
- 1013: Hermann der Lahme (Mönch in Reichenau) wird geboren
- 1014: Basileios II. siegt über Bulgarien
- 1014: Heinrich II. wird von Papst Benedikt VIII. gekrönt ko:1010년대

Kategorie:1010er



1012

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Weihung des alten Bamberger Doms. (1185 abgebrannt).
- Gründung des Kamaldulenser-Ordens.

Geboren


- Marpa, der Übersetzer wichtiger buddhistischer Schriften aus dem Sanskrit ins Tibetische und Vorvater der Kagyü-Schulrichtung des tibetischen Buddhismus.

Gestorben


- 12. Mai - Sergius IV., Papst (
- um 970) ko:1012년

Ketzer

Allgemein werden heute Menschen als Ketzer (von Katharer, einer häretischen Gruppe des Mittelalters) bezeichnet, die eine Meinung vertreten, die von der herrschenden Meinung abweicht. Insbesondere wird der Ausdruck für Individuen und Gruppen verwendet, die eine offizielle kirchliche Lehre bestreiten. Ketzerverfolgung gab es nicht nur im katholischen, sondern auch im protestantischen Bereich. So wurde Thomas Morus im England des 16. Jhdt. hingerichtet, weil er sich weigerte, Heinrich VIII. als Oberhaupt der englischen Kirche anzuerkennen. Ketzer waren oft mit glühendem Eifer und Idealismus von ihrer Sache überzeugt. Durch ihr persönliches Leben verschafften sie sich häufig eine Abneigung gegenüber der etablierten Kirchen. Daneben gab es immer wieder auch Menschen, die durch Denunziation als Ketzer verfolgt wurden. Sie übten zum einen Kritik an dem persönlichen Verhalten der Amtsträger, und vertraten zum anderen stark abweichenden Meinungen, die den kirchlich festgelegten Rahmen verließen. Darunter waren zumeist Meinungen, die auch gegenwärtig nicht den offiziellen Lehren christlicher Kirchen entsprechen. So vertraten die oben erwähnten Katharer des 13. Jahrhunderts eine extreme Leibfeindlichkeit (nur der Geist ist gut) und die Auffassung, dass es zwei gleichberechtigte Mächte gebe, die gegeneinander kämpfen - einen guten und einen bösen Gott (Manichäismus). Die christliche Auffassung hingegen ist die, dass das destruktive Moment (das Böse) dem schöpferischen Moment (dem Guten) untergeordnet ist. Das Böse kann nicht ohne das Gute existieren. Heutzutage wird im Protestantismus und Katholizismus Theologen, die stark abweichende Meinungen vertreten, die Lehrerlaubnis entzogen. So darf zum Beispiel der evangelische Theologe Gerd Lüdemann, der die Auferstehung Christi leugnet, keine evangelischen Religionslehrer mehr ausbilden. Aufsehenerregender sind allerdings die Fälle, in denen die katholische Kirche Theologen die Lehrerlaubnis entzog. Einige Personen, die von der katholischen Kirche als Ketzer verurteilt worden waren, wurden rehabilitiert (Galileo Galilei) 1992 oder sogar heilig gesprochen (Jeanne d'Arc). Gründe, warum Menschen als Ketzer verurteilt wurden:
- radikal neue Lehren (John Wyclif, Jan Hus, Martin Luther, Täufer)
- Ablehnung kirchlicher Autorität (John Wyclif, Jan Hus, Martin Luther, Täufer)
- Kritik am Machtmissbrauch durch die Kirche (Hans Böhm)
- Widerspruch zum bisherigen Weltbild, (Galileo Galilei, Giordano Bruno)
- Politische und wirtschaftliche Gründe und (Templer, Jeanne d'Arc, Hans Böhm)
- Sexualität (Katharina Hetzeldorfer) Persönlichkeiten, die als Ketzer verurteilt wurden
- Hieronymus von Prag
- William Tyndale
- Girolamo Savonarola
- Michael Servetus
- Thomas Cranmer
- Balthasar Hubmaier
- Jörg Blaurock
- Mansur al-Halladsch (islamischer Mystiker; siehe auch Sufismus)
- Lucilio Vanini Siehe auch: Inquisition, Hexenverfolgung

Literatur


- Nigg, Walter: Das Buch der Ketzer. Diogenes, ISBN 3-257-21460-X
- Grigulevic, Josif, R.: Ketzer, Hexen, Inquisitoren. Ahriman, ISBN 3-89484-500-7
- Lambert, Malcolm: Häresie im Mittelalter. Von den Katharern bis zu den Hussiten. Primus, ISBN 3-89678-184-7
- Winter, Eduard: Ketzerschicksale. Patmos, Albatros, 2002, ISBN 3-491-96048-7 Kategorie:Häresie

Hermann der Lahme

Hermann von Reichenau (
- 18. Juli 1013 in Altshausen bei Saulgau; † 24. September 1054 in Reichenau, auch Hermann der Lahme, Hermannus Contractus oder Herimannus Augiensis genannt) war ein mittelalterlicher deutscher Komponist, Wissenschaftler und Schriftsteller. Schriftsteller] Hermann stammte aus dem schwäbischen Adelsgeschlecht von Altshausen (vgl. Schloss Altshausen). Er litt seit seiner Geburt unter einer umfassenden spastischen Lähmung, weshalb er niemals Gehen lernte und nur schwer verständlich sprechen konnte. Er kam bereits im Alter von sieben Jahren, im September 1020, in das Kloster Reichenau, das er wahrscheinlich Zeit seines Lebens nicht wieder verlassen sollte. Er erfuhr die damals übliche klösterliche Bildung und entwickelte sich zu einem herausragenden Kenner der Geschichte, der Musik sowie der Mathematik und der Astronomie. Die Einteilung der Stunde in Minuten (vermutlich für astronomische Beobachtungen) geht auf ihn zurück. Er war eine der führenden Personen seiner Zeit bei der Übertragung des bis dahin ausschließlich auf Arabisch überlieferten Wissens in der Mathematik und der Astronomie. Ob er arabisch sprechen oder wenigstens lesen konnte oder dabei auf die Fertigkeiten anderer Mönche zurückgreifen konnte, ist umstritten. Künstlerisch trat er als Komponist und Dichter hervor. Etwa im Alter von 30 Jahren legte er die Gelübde als Mönch ab. Im Jahr 1054 verstarb er und wurde in der Familiengrablege in Altshausen beigesetzt.

Werke

Unter seinen Werken als Historiker ragt die in lateinischer Sprache verfasste, die Zeit von der Geburt Christi bis in das Jahr 1054 schildernde Weltchronik „Chronicon“ heraus. Sie wurde nach dem Tod Hermanns von seinem Schüler Berthold von Reichenau bis zum Jahr 1080 fortgesetzt. Die von ihm entwickelte Notentheorie ist in dem Werk „De musica“ niedergelegt. Die Antiphonen Alma Redemptoris Mater und Salve Regina werden des Öfteren ihm zugeschrieben. Von seinen Dichtungen verdient das Lehrgedicht über die acht Hauptsünden („De octo vitiis principalibus“) Erwähnung.

Literatur


- Berthold von Reichenau: Visa seu Elogium. (Gedenkschrift für seinen Lehrer)
- Heinrich Hansjakob: Hermann, der Lahme von der Reichenau. Sein Leben und seine Wissenschaft. 1875
- Agnes Herkommer: Herimann der Lahme. Hermannus Contractus. 1947 (3. Aufl. 1981 Neuling, Schwäbisch Gmünd 1981 ISBN 3-922859-00-3)
- Josef Anton Amann: Der selige Hermann. Der lahme Benediktinermönch von Reichenau. Höchst/Vorarlberg 1948
- Walter Berschin, Martin Hellmann: Hermann der Lahme. Gelehrter und Dichter (1013-1054). Mattes, Heidelberg 2004 ISBN 3-930978-67-9

Weblinks


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- [http://flaez.ch/hermannus/ Schweizer Seite mit zahlreichen Originaltexten online] Hermann von Reichenau Hermann von Reichenau Hermann von Reichenau Hermann von Reichenau Hermann von Reichenau Hermann von Reichenau Hermann von Reichenau Hermann von Reichenau Hermann von Reichenau Hermann von Reichenau Hermann von Reichenau Hermann von Reichenau Hermann von Reichenau Hermann von Reichenau

Basileios II.

Basileios II., genannt Bulgaroktónos („Bulgarentöter“) (
- um 956, † 1025), war von 976 bis 1025 Kaiser des Byzantinischen Reiches. Seine Regierungszeit gilt allgemein als ein Glanzpunkt der byzantinischen Geschichte.

Leben

Die frühen Jahre

Byzantinischen Reiches Basileios wurde wohl um 956 geboren, die Quellenüberlieferung ist diesbezüglich aber nicht eindeutig. Er war der älteste Sohn Romanos′ II. Seine Mutter Theophanu regierte nach dessen Tod zunächst mit Hilfe des Eunuchen Joseph Bringas, musste bald aber dem erfolgreichen General Nikephoros Phokas Platz machen. Dieser heiratete Theophanu und führte als Regent für den noch unmündigen Basileios und dessen Bruder Konstantin die Regierungsgeschäfte. Basileios sollte seine ganze Jugend im Schatten des Nikephoros und seines Nachfolgers als Regent, des Generals Johannes Tzimiskes, stehen. 976 übernahm Basileios selbst die Regierungsgeschäfte und musste zunächst diverse Aufstände niederschlagen. Bereits kurz nach dem Tod des Johannes Tzimiskes war es zum Aufstand des Bardas Skleros gekommen, der jedoch rasch niedergeschlagen werden konnte. 985 entmachtete er seinen Großonkel Basileios Parakoimomenos und übernahm selbstständig die Regierungsgeschäfte. Kurz darauf kam es jedoch zu einem Aufstand der Großgrundbesitzer (987998), die um ihre Privilegien fürchteten. In diese Phase fiel auch die Christianisierung Wladimirs I. von Kiews (989), der Basileios′ Schwester heiratete und zum orthodoxen Glauben übertrat.

Kämpfe gegen Bulgaren und Behauptung im Osten

Ab 989 war die Stellung des Basileios nach Innen gesichert. So konnte er sich einem Feind zuwenden, der ihn die nächsten 25 Jahre in Atem halten sollte: dem Bulgarenreich, welches in den vorangegangenen Jahrhunderten das byzantinische Reich immer wieder in Bedrängnis gebracht hatte. Er hatte schon in jungen Jahren mit den Bulgaren Bekanntschaft gemacht und sie hatten ihm in seiner frühen Phase immer wieder Schwierigkeiten bereitet. Besileios war entschlossen, dem Bulgarenreich ein Ende zu bereiten. Er veränderte dazu die Art der Kriegsführung grundlegend. Früher war es nicht möglich gewesen, den Bulgaren, die sich auf einen Art Partisanentaktik verließen, bis in die Berge nachzusetzen. Durch die Reorganisation des Heeres und neuer Taktik gelang es Basileios nun jedoch in erbitterten Kämpfen, das bulgarische Reich zu zerschlagen. Nach ersten Niederlagen und 15-jährigen, blutigen Kämpfen konnte das Heer Zar Samuels von Bulgarien 1014 bei der Schlacht von Kleidion im Strymontal besiegt werden; die Überlebenden wurden geblendet, woraufhin Zar Samuel beim Anblick der Geblendeten angeblich den Verstand verloren haben soll und kurz darauf verstarb. Von nun an wurde Basileios Bulgaroktónos (Bulgarentöter) genannt. Bulgarien wurde dem Reich eingegliedert, womit sich die byzantinische Grenze weit nach Nordwesten verschob. Nach der erfolgreichen Niederwerfung der Bulgaren wandte sich Basileios der Ostgrenze zu, der er ansonsten nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt hatte. Er wehrte Angriffe der Fatimiden auf Aleppo ab und mischte sich in die internen Machtkämpfe in Armenien ein (nach 1020), woraufhin dieser Raum vom Kaiserreich annektiert wurde. Somit fiel allerdings auch eine recht wirksame Pufferzone weg, was sich nach der Schlacht von Mantzikert schmerzhaft bemerkbar machte.

Bewertung

Das größte Problem des Basileios, der als Mensch nur wenig Wärme ausstrahlte und ganz Militär war, war die wenig erfolgreiche Ausschaltung der großen Adelsfamilien, die weiterhin einen bestimmenden Einfluss auf die Politik ausübten, sowie die im Osten wenig glückliche Annexionspolitik. Als ein weiterer Problem des Kaisers erwies sich, dass er keine Frau und folglich auch keine Kinder hatte, die ein kontinuierliches Erbe gewährleistet hätten. Dennoch war Basileios einer der letzten militärisch erfolgreichen Kaiser des Byzantinischen Reiches, der auch in der Lage war, wirklich expansiv tätig zu werden – zumal er den Luxus genoss, nicht an allen Grenzen gleichzeitig kämpfen zu müssen wie etwa seine Nachfolger. Kultur- und bildungspolitisch trat er jedoch nicht in Erscheinung.

Literatur


- Catherine Holmes: Basil II And the Governance of Empire, 976-1025 (Oxford Studies in Byzantium), Oxford 2005.
- Ralph-Johannes Lilie: Byzanz – Das zweite Rom, Siedler, Berlin 2003, ISBN 3-88680-693-6, S. 246-56 (Kritische, auf dem neuesten Forschungsstand fussende Darstellung der Regierung Basileios' II.)
- Paul Stephenson: The Legend of Basil the Bulgar-Slayer, Cambridge 2003.

Weblinks


- [http://www.roman-emperors.org/basilii.htm Relativ ausführliche, fachwissenschaftliche Biografie aus dem DIR-Projekt (englisch) mit weiteren Literaturangaben] Kategorie:Mann Kategorie:Kaiser (Byzanz) Kategorie:Geboren 958 Kategorie:Gestorben 1025 ja:バシレイオス2世

1014

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- 14. Februar - Papst Benedikt VIII. krönt Heinrich II. zum Kaiser.
- Schlacht bei Clontarf (Irland), Vertreibung der Wikinger aus Irland
- Schlacht von Kleidion (Makedonien). Byzantinische Truppen unter Kaiser Basileios II. besiegen das westbulgarische Heer. 14.000 Bulgaren werden von den siegreichen Griechen geblendet. Der bulgarische Zar erleidet beim Anblick seiner Truppen einen Schlaganfall, an dem er stirbt. Basileios erhält den Ehrennamen Bulgaroktonos (Bulgarenschlächter). Bulgarien wird wieder byzantinische Provinz.

Geboren


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Gestorben


- 3. Februar - Sven I. Gabelbart, König von Dänemark (
- um 965) ko:1014년

Benedikt VIII. (Papst)

]] Benedikt VIII. (eigentlich Theophylakt II. von Tusculum) war Papst von 1012 bis 1024. Sein Name bedeutet: der Gesegnete (latein.). Er wurde als Sohn des Grafen und kaiserlichen Admirals Gregor von Tusculum aus dem Geschlecht der Tusculaner, das zu dieser Zeit in Rom viel Macht besaß. Er wurde als Laie zum Papst erhoben. Nach seiner Wahl übergab er den Grafentitel von Tusculum, den er von seinem Vater geerbt hatte, an seinen Bruder Alberich. Er ernannte seinen Bruder Romanus von Tusculum zum Herzog von Rom. Zunächst hatte sich Benedikt mit dem Gegenpapst Gregor VI. aus der bis dahin dominierenden Familie der Crescentier auseinander zu setzen. Benedikt schaffte es aber schnell, diesen bei König Heinrich II. auszumanövrieren. Er krönte Heinrich II. schließlich am 14. Februar 1014 zum Kaiser. Im Jahre 1016 führte er einen erfolgreichen Feldzug zur Vertreibung nordafrikanischen Sarazenen aus der Region um Pisa und aus Sardinien. Ein weiterer Feldzug gegen die Byzantiner in Süditalien blieb jedoch erfolglos. 1020 suchte er den Kaiser in Bamberg auf und bat um Hilfe gegen die Expansion der Byzantiner in Süditalien, wo seit 1017 die Normannen als neue politische Kraft spürbar wurden. Eine Synode, die der Papst und der Kaiser gemeinsam 1022 in Pavia abhielten, beschloss Dekrete für die Kirchenreform, die auch eine Verschärfung der Zölibatspflicht beinhalteten. Gemeinsam mit Heinrich II. kämpfte er auch in mehreren Synoden gegen Simonie und für den Zölibat. Im Jahr 1017 und 1020 ließ er in Rom Juden enthaupten beziehungsweise verbrennen, unter dem Vorwurf, deren Blasphemie wäre der Auslöser für einen Orkan und ein Erdbeben gewesen. [http://www.jewishencyclopedia.com/view.jsp?artid=438&letter=P] Er starb am 9. April 1024 in Rom, neuer Papst wurde sein Bruder Romanus als Johannes XIX.

Weblinks


- Kategorie:Papst Kategorie:Italiener Kategorie:Geboren im 10. Jh. Kategorie:Gestorben 1024 ko:교황 베네딕토 8세

57

---- Gebeurtenissen:
- Aan het Chinese hof wordt voor het eerst een gezantschap uit Japan ontvangen.
- Mingdi volgt Guang Wudi op als keizer van China.
- Paulus schrijft de Brief aan de Korinthiërs (waarschijnlijke datum) ---- Geboren: ---- Overleden: Categorie:1e eeuw ko:57년

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